Die Forschungseinrichtungen für Experimentelle Medizin stellt sich vor

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Über die FEM

Die FEM sind eine Zentraleinrichtung der Fakultät der CharitéUniversitätsmedizin Berlin im Bereich der biomedizinischen Forschung, wenn Tiere zu wissenschaftlichen Zwecken genutzt werden sollen. Zu den Aufgaben der FEM zählen die praktische Umsetzung des gesetzlich verankerten Tierschutzes durch fachtierärztliche Organisation, Beratung und Überwachung, die tierexperimentelle Aus-, Fort- und Weiterbildung, Dienstleistungen für die Erstellung gentechnisch veränderter Tiermodelle und Durchführung großtierchirurgischer Eingriffe sowie der Betrieb der Versuchstierhaltungen für die Zucht und experimentelle Haltung von kleinen und großen Versuchstieren auf den Campi der Charité.

Durch die Zentralisierung dieser Ressourcen können eine leistungsfähige Infrastruktur und campusübergreifende Standards sichergestellt werden, auf deren Basis seit Jahren ein Standort nach ISO 9001:2015 zertifiziert ist. Ziel ist es, jederzeit eine tierschutzgerechte Unterbringung, Versorgung und Bereitstellung von Versuchstieren für die Durchführung qualifizierter biomedizinischer Forschung an der Charité nach international anerkannten Standards zu gewährleisten.

Auf den jeweiligen Campi finden sich zentrale experimentelle Standorte mit spezifischer Infrastruktur und Geräteausstattung je nach Forschungsschwerpunkt entsprechend dem Konzept der Fakultät mit spezialisierten „Core“- bzw. „Shared facilities“.

Der Hauptsitz der FEM befindet sich auf dem Campus Benjamin Franklin in der Krahmerstr. Das dortige gleichnamige Gebäude (FEM) ist als komplexer Funktionsbau und auf Grund seiner besonderen architektonischen Konzeption weit über die Grenzen Berlins bekannt. Das Gebäude wurde Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts als „Zentrale Tierlaboratorien (ZTL) mit Lehrstuhl für Versuchstierkunde der Freien Universität Berlin“ durch das Architekturbüro Hänska entworfen, 1982 in Betrieb genommen und ist ein Beispiel für den Baustil „Brutalismus (von „beton brût“), der sich durch eine Außenhülle aus Sichtbeton auszeichnet. Es vereinigt unter seinem Dach neben einem Verwaltungsbereich Labor-, Eingriffs- und Tierhaltungsräume auf vier Nutzungsetagen, die sich auf Grund der komplexen raumlufttechnischen Anforderungen in „Sandwich“-Bauweise zwischen den Technikgeschossen befinden. Mit der Neugründung der CharitéUniversitätsmedizin Berlin als Gliedkörperschaft der FU und HU und den damit verbundenen Fusionen zwischen Standorten und Campi wurde das Gebäude Anfang der 2000er Jahre der Charité zugeordnet. Seit dieser Zeit werden in dem Gebäude überwiegend Mäuse und Ratten für den Forschungsbedarf der Charité gezüchtet nachdem der experimentelle wissenschaftliche Betrieb dort 2010 eingestellt wurde.

Auf Grund des technischen Betriebsalters und der eingeschränkten Sanierbarkeit des Gebäudes wurde 2012 die Errichtung eines Ersatzbaus auf dem Campus Berlin Buch beschlossen. Dieser Neubau befindet sich in der Fertigstellung und soll 2018 in Betrieb genommen werden und die Alt-FEM nach deren Schließung ersetzen. Der Neubau entsteht in enger Nachbarschaft und Kooperation mit dem Max-Delbrück-Zentrum. Neben baulichen und betrieblichen werden von diesem Schritt vor allem wissenschaftliche Synergien zwischen der Grundlagen- und klinischen Forschung erwartet.